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baade 152 Erster deutscher Versuch einer Serienfertigung eines Passagier-Düsenflugzeuges. Eine vollständige Aufklärung der Abstürze fand nie statt. Akteneinsicht wurde verhindert. Das Projekt endete Anfang der 60`er Jahre.
babysan Baby-Pflegeserie
backstolz ³ Eine am 9.III.1937 eingetragene Vorkriegs-Marke von Backzutaten, Backpulver, Puddingpulver
bae Berliner Batterien und Akku-Hersteller, 1899 gegründet als Akkumulatorenhersteller und 1905 von der "Accumulatoren-Fabrik AG" (AFA) übernommen. Nach "Überführung in Volkeseigentum" 1958, Anmeldung vom "VEB Berliner Akkumularoren- und Elementefabrik", der Abkürzung  BAE zur eingetragenen Wortmarke am 19.VI.1961. Nach der Wende Weiterproduktion unter dem Namen "BAE Batterien GmbH", am alten traditionsreichen Industrie-Standort Berlin-Oberschöneweide.
badusan
Badezusatz , bekannt wurde der Werbespot "baden mit badusan" aus der "DDR-Fernsehwerbung"
bako
Backwarenkombinat
barkas DDR-Eigententwickeltes Fahrzeug als Kleinbus oder Kleintransporter siehe > FRAMO
bbw
Der Ingeneur Georg Knorr gründete 1905, in dem damals noch nicht zu Berlin gehörenden Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg die Knorr Bremse GmbH. Der 1913 errichtete Bau in der Hirschberger Straße wurde das Stammwerk. Nach der Enteignung wurde der Betriebsteil in der Neuen Bahnhofstraße als SAG zur Reparationsleistung und das Stammwerk Hirschberger Straße 1954 in den "VEB Berliner Bremsenwerk" umgewandelt. Der SAG-Betriebsteil wurde später zum "VEB Meßelektronik". Die Knorr-Bremse AG wurde 1946 durch Enflechtung des Knorr-Konzernes von der amerikanische Besatzungsmacht, zu mehreren  Münchner Firmen jeweils als Hersteller, Entwickler und Vertreiber von Bremssystemen, wie z. B. die Süddeutschen Bremsen AG in München (Produzent). . Der unter altem Namen "Knorr-Bremse AG", durch Wiederfusion der beiden Münchner Firmen, 1985 widererstandene Knorr-Bremse-Konzern übernahm 1990 sein altes Stammwerk in der Hirschberger Straße und auch das sein alte Werk in der Neuen Bahnhofstraße. An beiden Standorten ist allerding die Produktion eingestellt worden und in das Werk in Marzahn verlegt worden (siehe auch weiter unten > bwf)
bebo Markenname für Herrenrasierer, zusammengesetzt aus der ehemaligen Werksbezeichnung Bergmann-Borsig
berlin-kosmetik VEB Kombinat Berlin-Kosmetik siehe Florena
bero Auf dem Gelände der 1907 erbauten Kaffeerösterei in der Lindenstraße in Berlin-Köpenick, stellte der VEB Kaffee und Extrakt BERO den DDR-Muckefuck ImNu her. Malzkaffeeextrakt zum Aufgiessen.
bhg Bäuerliche Handelsgenossenschaft, siehe > Eigentum und VdgB
bg 20/26 Bandgerät, Smaragd BG 20/26 die einzigen gebauten Spulentonbandgeräte im VEB Messgerätewerk Zwönitz. Später wurde die Produktion im Rahmen der "RGW-Arbeitsteilung" an die Firmen Unitra in der VR Polen und Tesla in der CSSR abgegeben. Im Unterschied zu einer Audiokassette in der sich das Bandmaterial befindet, war das Tonband auf eine große Spule gewickelt.
bino Speisewürze (Bitterfeld-Nord)
bodeta ³ Alt- bzw. Vorkriegsfirma, gegründet 1892 als Tafelschokoladen- und Pralnenproduzent durch die Fa. Becker & Schmidt.. Ab 1923 Vertrieb der Produkte des Unternehmens unter dem Namen Bodeta (geographische Herkunftsbezeichnung: Bodetal). Nach der "Überführung in Volkseigentum", eine am  21.III.1967 eingetragene Bild- und Wortmarke des "VEB Süßwarenfabrik Bodeta", bzw. des "VEB (K) Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik Bodeta"  in Oschersleben. Der Betrieb wurde 1980 dem "VEB Süßwarenkmbinat Delitzsch" angegliedert. 1992 Übernahme durch die Indawisa Holding AG, aus der Schweiz.
bombastus ³ Alt- bzw. Vorkriegsmarke, Wort- und Bildmarke am 04.VII.1904 beantragt vonder am 01.IV.1904 gegründeten Bombastus-Werke KG im sächsischen Freital. Kosmetikhersteller, z.B. bekannt durch Mundwasser. Engültige Verstaatlichung 1972. Rückübertragung 1990.
broiler Goldbroiler, eine "DDR-Wortschöpfung" für Brathähnchen, angeleht an das englische Werb to broil  (grillen, auf dem Rost braten, Aufbau eines republikweiten Netzes von Broilergaststätten ("Zum Goldbroiler"), in denen sich hinter hitzebeständigem Glas bruzzelnde braune Hähnchen im Kreis drehten. Der Volksmund sagte auch "Gummiadler". Das Wort broileri gibt es auch in der Bulgarischen, Finnischen und Suaheli-Sprache Laut einer Zeitungsmeldung der "Berliner Zeitung " vom 20.III.2004, stamme die Wortschöpfung aus einer Geflügelmast in Tolbuhin/Bulgarien. Dies würde bedeuten, dass die Mutmaßung des eigentlichen Wort-Ursprungs broiler naheliegt, also die damalige Volksrepublik Bulgarien im Rahmen der RGW-Arbeitsteilung amerikanische Masthänchen (die den Namen broiler mitbrachten), importierten und nachzüchten sollte, aber, mangels Umsetzungsvermögens von bulgarischer Seite, aus dem Geschäftsvorhaben nichts wurde und die Idee der Industriellen Hühnermast, dann aber im neuerbauten DDR-Kombinat "VEB Kombinat Industrielle Mast" - KIM, in Königs-Wusterhausen, Bezirk Potsdam umgesetzt wurde, (dem weitere KIM-Betriebe in den anderen Bezitken folgten). Aus KIM wurde auch ein Werbespruch köstlich immer marktfrisch, mit dem nicht nur in den Broilergaststätten, sondern auch auf jeder Eierverpackung geworben wurde.
bückware Volksmund für das Gegenteil vom Ladenhüter, Ware die nie in ausreichender Stückzahl produziert wurde, jedoch das wenige dann oft nur "unter´m Ladentisch" verkauft wurde. Das reichte von Autoersatzteilen, Fahrradventilen, Rosenthaler Kadarka, Farbfernsehern bis zum Zementsack.
bruns Handelsfirma, 1953 von Peter Bruns in Hamburg gegründet. Seit 1954 importierte diese Firma unter anderem, DDR-Rundfunk- und Fernsehgeräte (RFT, RAFENA und später ROBOTRON,  FSGW STASSFURT, STERN-RADIO Berlin und Sonneberg, HeLi, ZIPHONA) und verkaufte sie unter der Marke BRUNS. Weitere Hersteller für Bruns waren z.B. die westdeutsche HECO, Visionik und einige auch aus Fernost.
bunte Volksmund für die D-Mark der Westzonen/BRD, sozusagen das Gegenteil zu den "ALU-Chips", wie der Volkesmund die eigene Währung bezeichnete. Bunt wohl auch, weil sich mit vorhandener D-Mark, sich mit einem Einkauf von Westwaren im Intershop, die bunte Warenwelt des Westens in den DDR-Alltag holen konnte. Der ungerechte, fatale oder wie soll man es sagen, das verrückte daran war, dass das halbe Sortiment der Intershop´s (zwar) in und von den Werktätigen der DDR produziert wurde, aber nicht im Sortiment der Geschäfte für DDR-Geld auftauchten. Und so der DDR-Bürger, ohne Westmark, zweifelsohne benachteiligt war.
bvf VEB Berliner Vergaser- und Filterwerke, wichtiger Zulieferer für die Autoimdustrie
bwf 1941/42 baute der Rüstungsbetriebes Fa. Hasse & Wrede aus Berlin-Britz, (seit 1921 durch Beteiligung, Teil des Konzernes Knorr-Bremse) ein Zweigwerk in Berlin-Marzahn. Der mit vielen Zwangsarbeitern errichtete Neubau, war seinerzeit die größte Werkzeugmaschinenfabrik Europas. Nach der Enteignung wurde zum "VEB Berliner Werzeugmaschinenfabrik". der später als Kombinatsbetrieb zum "VEB Werkzeugmaschinenkombinat 7. Oktober" gehörite. Stellte anfänglich vorwiegend Drehmaschinen her, deren Produktion im Rahmen der "RGW-Arbeitsteilung nach Rumänien und Bulgarien ausgelagert wurden. Produkte dann: CNC-Fräsmaschinen und Schleifmaschinen speziell zu Herstellung von Kugellagern.
Das
seit 1994, inzwischen 100%-ige Tochterunternehmen der Knorr-Bremse AG, Hasse & Wrede GmbH, übernahm 1990 wieder das Werk in Berlin-Mazahn und macht es zu seinem Stammsitz, da er seine Produktionsstätte in Berlin-Britz bereits 1985 und damit seinen traditionellen Hauptproduktionszweig, der Werkzeugmaschinenfertigung völlig aufgab. Hasse & Wred beschäftigte sich ab dann, mit der Fertigung von Drehschwingungsdämpfern in den USA und nun in Marzahn. Hierher, in das große Werk in Berlin-Marzahn zog ebenfalls der Mutterkonzern, die Reste der geschlossenen traditionellen Berliner Produktionsbetriebe Hirschberger Straße und Neue Bahnhofstraße.


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