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sag/sdag Nachdem sich abzeichnete, dass mit der Planung und der Schaffung der westlichen Bizone der Sowjetunion Reperationsleistungen (siehe unten > SBZ) aus den Westzonen verweigert werden würden, (was ja dann auch geschah), obwohl die Leistungen im Potsdamer Abkommen beschlossen und auf den folgenden Konferenzen immmer wieder zugesichert und  wurden, traf die UdSSR eine eigene Entscheidung, zur Absicherung der dringend notwendigen Reparationsleistungen, wenigstens aus der eigenen Zone. So wurden  die SMAD-Befehle 124/126 und 167 im  Sommer 1946 erlassen. Diese waren für 200 Betriebe die rechtliche Grundlage zur Einteignung bzw. Unter-Verwaltung-Stellung  und Umwandlung bis Januar 1947, erst in 12, dann insgesamt in 36 Sowjetische bzw. Sowjetisch-Deutsche AG-Konzerne. Etwa wie Awtowelo oder die "berühmt berüchtigte" Wismut, die das Atomerz für die Atombomben der UdSSR aus dem Berg holte, bei der viele Bergleute schwer erkrankten. Im Falle der SAG Wismut und Isolator, hatte das Kürzel nicht nur Sowjetische AG sondern Sowjetische Staatliche AG zu Bedeutung und war dem UdSSR-Industrieimisterium direkt unterstellt. Anfang der 50´er Jahre wurden nach Erbringen von Reparations-(Entschägigungs-) Leistungen der größte Teil der Betriebe an die DDR verkauft. 1953, gab es breits nur noch 9 SAG-Konzerne mit 33 Betrieben. Die letzten wurden im Laufe des Jahres 1954 an die DDR verkauft, die Höhe der 1952 geheimprotokollarisch vereinbarten Übergabesumme, betrug 2,2 Millionen Mark. Siehe auch > Eigentum. Die größten SAG-Konzerne: SAG Awtowelo (Fahrzeugbau), SAG DERUNAPHT (Öl und Benzin), SAG Isolator (Elektrotechnik), SAG Kabel (17 Elektrobetriebe), SAG Linsa (Filmtechnik), SAG Totschmasch (Maschinenbau), SDAG Wismut (Bergbau), SDAG Deutsche-Film (DEFA-Vorgänger und -Nachfolger), SAG DERUTRA (Transportwesen). Letztere siehe > DERUTRA siehe > Awtowelo  siehe > DEFA Siehe auch unten > SBZ
Die einzige Ausnahme 1954, war die SAG Wismut, die nicht vollständig an die DDR verkauft, sondern in eine SDAG umgewandelt wurde und davon der DDR Anteile verkauft wurden. Die SDAG Wismut bestand bis 1990 und wurde dann aufgelöst. Neben den menschlichen Schäden hatte diese SDAG auch einiges an Altlasten und Umweltsünden zu verantworten.

Die Verwaltung Sowjetischen Eigentums "Uprawlwnije Sowjetskim  Imuschschtestwom w Abstrii"-USIA, war das Äquivalent in der österreichischen sowjetischen Besatzungszone und den SOVROM-Konzernen in
Rumänien, sowie auch in Bulgarien und Ungarn, äuivalente Gesllschaften, die das dortige deutsche industrielle Eigentum verwalteten. Mischgesellschaften waren es in Rumänien/Ungarn/Bulgarien mit 50 % der Aktien im sowjetischen Besitz. Hingegen in Österreich und Deutschland hatte die sowjetische Seite 100%, nur bei den meist kleineren SDAG´s gab es deutsche Anteile, aber die Mehrheit blieb bei der sowjetischen Seite.
sbz sowjetische Besatzungszone im Ost- bzw. Mitteldeutschland. Eingerichtet nach den Folgen des II. Welkrieges 1945, äuivalent den im Süden, im Nordwesten und Südwesten Deutschlands errichteten Amerikanischen, Britischen und späteren Französichen Zonen. Festgelegt wurde das Wie und Wo wurde auf den Konferenzen in Moskau, Teheran, Jalta und zuletzt im August 1945 in Potsdam, duch die Aussenminister und Staatschefs der USA des Vereinigten Königreiches und der UdSSR. Von Anfang an war dieses Bündnis der Alliierten ein Zweckbündnis, aus drei Partnern, die nicht unterschiedlicher hätten sein können. In Puncto Unterschiedlichkeit der politischen Struktur und des jeweiligen Gesellschaftsmodells und nicht zu letzt aus der Geschichte von Kolonialzeit und Kriegen gegeneinander. Als Frankreich, aufgrund der Schäden, die ihm durch die Kriegsmacht Deutschland zugefügt wurden, ebenfalls mit einer eigenen Zone hinzukam, wurde das Unternehmen, der Vier-Mächte-Besatzung in Deutschland, vollends kompliziert. Im nach hinein gesehen, von vorn herein keine Perspektive.
Die Reparationsleistungen wurden auf der Potsdamer Konferenz wie folgt beschlossen. Jede Seite hatte ihren Ansprüche aus der jeweiligen eigenen Zone zu befriedeigen. Da die Sowjet-Union nicht nur die Hauptlast des Krieges, sondern auch mit den meisten menschlichen Opfern und wirtschaftlichen Schäden betroffen war, sollte sie zusätzlich, aus den Westzonen 10% entschädigungslos und weitere 15%, gegen Lieferung von Rohstoffen und Bodenschätzen bekommen.
Alle vier Staaten hatten von Anfang an wirtschaftliche bzw. politische Probleme ihre Besatzungstruppen zu fnanzieren. Die Sowjet-Union und Frankreich besonders, bei denen aufgrund der Kriegsfolgen auch die Versorgung der eigenen Bevölkerung nicht gesichert war. Aber auch für Großbritannien, das
sich schon mit der Forderung nach einer Französischen Zone genötigt sah, da es ja Teile seiner, dafür abgeben mußte, war die Besatzung ein Minus-Unternehmen, was sich mit jeder Lieferung in Richtung Sowjet-Union, aus der eigenen Zone vergrößerte. Und in den USA mußten die Kosten für die Besatzung ja auf dem demokratischen Weg immer wieder veantwortet werden. Und das für alle Seiten unbefriedigt gelöste Reparationsthema schleppte sich, nach der Potsdamar Konferenz, immer wieder einigungslos von Konferenz zu Konferenz. Aber bleiben wollten sie, zumindest die die USA und Großbritannien, wegen der nun ihrer Meinung nach wachsenden "roten Gefahr". Hauptächlich die USA sah dies so. Und die Sowjet-Union und Frankreich konnten nicht weg, weil sie auf die Reparationen angewiesen waren.
Die westliche Lösung zur Verminderung der Kosten sollte die Bildung einer westlichen Bizone (GB+USA) und der Plan zum Wiederaufbau Europas, des amerikanischen Aussenministers Marshall sein. Die unmittelbare Konsequenz dieses Planes, wäre aber die in Potsdam vereinbarte wirtschaftliche Einheit Deutschlands aufzugeben., sowie eine Welle von Veränderungen in Osteuopa ergeben hätte, die der Sowjet-Union nicht gelegen kamen und von vornherein klar war, dass sie dem nicht zustimmen kann. Dementsprechend verließ sie auch die Pariser Konferenz (Juli 1947) , auf der der Plan vorgestellt wurde. Trotzdem bestand weiterhin von sowjetischer Seite ein Festhalten am Potsdamer Viermächtestatus und dem bestehenbleiben einer wirtschaftlichen Einheit Deutschlands.
Allerdings hatten sich die wirtschaftliche Lage als Folge der massiven Kriegsschäden in Frankreich und der Sowjet-Union nicht gebessert bzw. noch weiter verschlechtert, dass beide Mächte begonnen hatten, nicht nur wie in Potsdam vereinbart Kriegswirtschaftbetriebe, sondern auch Friedenswirtschaftsbetriebe zu demontieren. Mit dem Erfolg, dass es weder Frankreich noch der Sowjet-Union besser ging und in den beiden Zonen ein wirtschaftlicher Aufbau nicht möglich war. Deshalb stoppte die Sowjet-Union diese Aktion und begann mit der Enteignung bzw. Unter-Verwaltung-Stellens, von Betrieben, schuf daraus die DSAG/SAG-Konzerne und baute die Produktion der Betriebe auf, um aus dem Ertrag Reparationsleistungen beziehen zu können. Dies wurde von den Westmächten mehr oder weniger toleriert. Was aber die weitere Entwicklung zur Spaltung prägte. Denn Grossbrittannien
, deutete das Stopp der sowjetischen Demontagen in der SBZ, dass die Sowjet-Union sich in einer verzweifelten wirtschaftlichen Lage befand, und weiterhin Reparationsleistungen aus seiner britischen Zone gewährleisten musste.
Letztmalig traf sich die Konferenz im Dezember 1947 in London und allerdings wie zu erwarten war, nichts mehr zustande brachte und die sowjetischen Vertreter abreisten. Die zu schaffene Bizone war inzwischen intern beschlossenen Sache, auf Betreiben Großbtitanniens, dass die UdSSR, wegen der ihnen abgehenden Reparationsleistungen "aus dem Boot haben wollte", die USA, weil sie die hohen Besatzungskosten nicht mehr vertreten konnte und Frankreich, dass für seine Zustimmung zur Absicherung seiner Reparationsleistungen, das Saarland unter seine hoheitliche Verwaltung bekam. Dies ist der "Sprengstoff", der die Berlin-Blockade auslöste, denn der Geist von Potsdam starb schon in Paris.
Alles was folgte Bizone, Trizone, Einführung der DM-Mark und die Schaffung des Grundgesetztes und der Bundesrepublik, sind Folgen der Wende in Parises Konferenz 1947.
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spreequell Marke des VEB Getränkekombinat Berlin, hergetellt wurden u.a. Club-Cola, Selterwasser, Vipa


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